13.10.2011: Aktiv gegen Lohndumping

"Volle Freizügigkeit für Arbeitskräfte aus Mittel- und Osteuropa in der Schweiz ist in Kraft - Neue Chancen für die Reduktion von Personalkosten für Schweizerische Unternehmen"

... so die Einladung zu einer Tagung im edlen Hotel Marriott. Ein Programm, das offen zu Lohndumping aufrufen will? Lohndumping auf Schweizer Baustellen und in Schweizer Haushalten auf Kosten von Arbeitnehmenden aus Osteuropa? Das Thema beschäftigt mich als Leiterin der Abteilung GAV-Vertragsvollzug der Unia ZH-SH täglich.

Also, nichts wie hin!

Dank Medienberichten im Vorfeld und der Präsenz verschiedener VertreterInnen der Gewerkschaft Unia haben die Veranstalter offenbar kalte Füsse bekommen. Sie verzichteten auf die von uns mit Spannung erwartete Präsentation "Wie es möglich ist die Personalkosten um 20- 30 Prozent zu reduzieren". Auch der angekündigte Referent von economie suisse hat offenbar in letzter Minute seine Teilnahme abgesagt. Trotzdem hat die Veranstaltung deutlich gemacht, dass die Flankierenden Massnahmen konsequent umgesetzt, das Entsende-Gesetz verstärkt und die Kontrolltätigkeit gegen Lohndumping intensiviert werden müssen, wenn es gelingen soll Schlaumeiern mit Lohndumping-Absichten aus allen Herren Ländern in den Griff zu bekommen.


Julia Gerber Rüegg a

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