09. September 2011 - Winterthur

Podium "Verteilingsgerechtigkeit"
- Grosse Stücke für wenige – Krümel für viele

Daniel Lampart, der Chef-Ökonome des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes zeigte an Hand der SGB-Vereiltungsberichtes auf, wie sich die Löhne und Vermögen in den letzten Jahren entwickelt haben.
Fazit: Wenig Reiche werden immer noch reicher, während die eigentlichen Leistungsträger der erfolgreichen Schweizer Wirtschaft, die Angestellten real gleichviel oder gar weniger in der Portemonnaie haben. Sichtbar wurde auch, dass da, wo die Gewerkschaften gut organisiert sind, sich wenigstens die Lohnschere tendenziell eher schliesst.

Die Erhöhung des gewerkschaftlichen Organisationsgrades in weiteren Branchen ist also eine lohnende Strategie gegen das weitere Auseinanderdriften der Löhne. Aber auch in den Parlamenten muss die Vertretung der Lohnabhängigen bei den kommenden Wahlen vom 23. Oktober gestärkt werden. Das ist eine wichtige Voraussetzung für eine grundlegende Wende in der Steuerpolitik.

Julia Gerber Rüegg führte aus, dass im Kanton Zürich Steuern für die Reichsten im Umfang von rund 2 Milliarden Franken jährlich gesenkt worden sind. Dafür stiegen die Abgaben und Gebühren für alle. Sie belasten den Mittelstand und die kleinen Einkommen enorm. "Jetzt ist es an der Zeit, diese verfehlte Steuerpolitik der letzten 20 Jahre zu korrigieren und den vielen Menschen, die ihr Brot mit täglicher Lohnarbeit verdienen, wieder zurück zu geben", forderte die Präsidentin des Zürcher Gewerkschaftsbundes. Damit stiess sie im Laufe der lebhaften Diskussion im zahlreich anwesenden Publikum auf grosse Zustimmung. Überhaupt wurde mehr soziale Gerechtigkeit gefordert. Ein Teilnehmer votierte vehement für die Einführung eines garantierten Mindesteinkommens.



Julia Gerber Rüegg a

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